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< Österreichische FEGENTRI-Rennen in Alag, 21.04.2002
30.04.2002 19:07 Age: 18 yrs

By: Johanna REICH-ROHRWIG

Generalversammlung der FEGENTRI in London, 24. - 27. Jan. 2002


Dieses Jahr fuhren Gaby ELIAS, Michi ROSENFELD und ich als Delegation des ÖARV-Vorstandes zur Generalversammlung, um Österreich in London zu vertreten. Schon in den frühen Morgenstunden trafen wir uns am Flughafen, mit dabei war Irena SPESNA, als Vertreterin des tschechischen Amateurverbandes. Da der erste offizielle Programmpunkt am Donnerstag erst um 19 Uhr war, blieb noch genügend Zeit, uns ein wenig in der Stadt zu orientieren und ein paar Einkäufe zu tätigen.

Der erste Abend - ein Empfang mit einem (Steh)Buffet im Britischen Jockey Club - war als geselliges Beisammensein und Treffen alter und neuer Gesichter gedacht.

Die Gastgeber, Gay KINDERSLEY, Präsident des englischen Amateur Vereines und Vizepräsident Bill SHAND-KYDD, empfingen, allen voran den Ehrenpräsidenten der FEGENTRI, Baron Henri de MONTESQUIEU, FEGENTRI-Präsident Johannes von der RECKE und Susanna SANTESSON, die Generalsekretärin, sowie die Delegierten aus den Mitgliedsländern. Ungarn, als neues ordentliches Mitglied, wurde von Zoltan GÀL vertreten.

Am nächsten Tag stand die Generalversammlung auf dem Programm. Punkt 4 der Tagesordnung, die Festsetzung des jährlichen Mitgliedsbeitrages, sorgte für gewisse Unstimmigkeiten, da kleinere Länder fast den doppelten Betrag hätten zahlen sollen, während für größere nur eine geringere Erhöhung vorgesehen war. Man einigte sich jedoch auf eine faire Lösung für alle.

Punkt 5 war die Festsetzung der Renntermine der FEGENTRI und des Worldcups of Nations. Da es für dieses Jahr aufgrund der Terminknappheit nicht mehr möglich war, in Österreich FEGENTRI-Rennen auszuschreiben und Gaby und Michael schon vorher mit Ungarn und Tschechien Gespräche geführt hatten, suchten wir an, dieses Jahr unsere FEGENTRI-Rennen ausnahmsweise im Ausland abhalten zu können. Dem wurde nach einer Abstimmung erfreulicherweise zugestimmt. Ein zweiter Ausfall, und damit keine Einladung ausländischer Reiter von österreichischer Seite, wäre den bis jetzt so gut aufgebauten Kontakten und daraus resultierenden zahlreichen Auslandsritten - besonders in den Damenrennen - für ein kleines Land wie Österreich natürlich nicht dienlich und so werden wir versuchen, diese Idee zu verwirklichen.

Zusätzlich wird Ungarn, das schon letztes Jahr der FEGENTRI als Mitglied beigetreten ist, aber die Mitgliedschaft ruhen ließ, heuer erstmals FEGENTRI-Rennen in Alag veranstalten.

Abschließend stellte Yves von BALLMOOS, der Präsident des Schweizer Amateurverbandes, den Antrag, die Qualifikation der Reiter für die Teilnahme am World Cup of Nations von ursprünglich fünf auf fünfzehn Siege anzuheben. In den beiden Jahren zuvor wurden zum Teil Reiter geschickt, denen - trotz der erforderlichen 5 Siege - eindeutig das für einen internationalen Wettbewerb angemessene Können fehlte. Es gäbe deshalb große Probleme, noch Besitzer zu finden, die bereit sind, ihre Pferde in FEGENTRI-Rennen und Rennen des Worldcup of Nations starten zu lassen. Dieser Antrag wurde negativ abgelehnt, eine Anhebung auf 10 Siege wäre aber sicherlich vernünftig gewesen.

Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und spazierten bei strömendem Regen durch Londons Straßen. Abends fanden wir ein französisches Bistro, in dem wir englischem Speis und Trank genüsslich entfliehen konnten.

Am Samstag wurden wir - noch immer bei strömendem Regen - per Bus zur Rennbahn in Lingfield gebracht, wo ein gemischtes Rennen für FEGENTRI-Reiter/innen stattfinden sollte. Während wir es uns in der uns zugeteilten Loge bequem machten, bemitleidete ich die Reiter/innen, und war froh, bei solchem Wetter nicht reiten zu müssen. Der Wind war mittlerweile so stark geworden, dass die Bookies ständig ihren davongeflogenen Schirmen nachlaufen mussten. Der Sturm blies den Regen horizontal und sogar die Dächer hinauf. Nach Befragung der Jockeys nach dem ersten Rennen, beschloss die Rennleitung aus Sicherheitsgründen den Renntag abzubrechen und wir fuhren nach dem Essen wieder zurück nach London.

Ein festliches Galadiner bildete den Abschluss. Zur Begrüßung spielte eine kleine Band und Gay Kindersley sorgte wieder für Heiterkeit, indem er fast für jedes Land ein (mehr oder minder) lustiges Lied zum Besten gab. Nach der Danksagung von Ehrenpräsident Henri de Montesquieu an die deutschen Organisatoren der FEGENTRI der vergangenen Saison, die ihre Aufgabe sehr gut gemeistert haben, und an Sandy MURPHY, die für die gelungene Organisation der Generalversammlung gesorgt hatte, wurden von ihm und Präsident Johannes von der Recke die Weltmeister 2001, Isabelle NICOT aus Frankreich und Mathias KELLER aus Deutschland geehrt. Matthias Keller ist mittlerweile, wie schon viele Weltmeister vor ihm, ins Profi-Lager übersiedelt und Trainer geworden.

Der Aufenthalt in London war für uns ein erfolgreiches und schönes Wochenende und auch ein wichtiger Beitrag im Sinne der Pflege unserer Auslandskontakte.

 

Jo REICH-ROHRWIG